Presseartikel: Das Shopville ist am attraktivsten

Publiziert am Samstag, 1. September, 2012 von Accelerom Team
Autorin: Nicole Kircher | Herausgeber: Sonntag, 07.10.2007.

Je mehr Marken, desto mehr Umsatz – dies ist das Fazit einer Untersuchung, welche die Attraktivität der Einkaufszentren analysiert hat. Auf Platz zwei: Das Shoppi & Tivoli in Spreitenbach.


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Das Shopville ist am attraktivsten


In diesen Tagen ist der Countdown für die rund hundert Schweizer Einkaufszentren angelaufen: Wird es ein gutes Jahr? Ob Ja oder Nein, entscheidet sich in den letzten drei Monaten des Jahres, wenn das Weihnachtsgeschäft anrollt.
 
EINFACH EINKAUFEN kann man in allen hundert Zentren. Aber welches bietet die höchste Attraktivität an Shop- und Markenvielfalt? Dieser Frage ging das Zürcher Beratungsunternehmen Accelerom nach. Es hat in einer umfassenden Analyse, die dem «Sonntag» exklusiv vorliegt, die Anziehungskraft der Shoppingcenter empirisch untersucht.
 
Zur Beurteilung analysierte Accelerom die Vielfalt der Marken in den wichtigsten Detailhandelskategorien. Dabei wurde auch die Anzahl Einzelhandelsmarken pro Kategorie, der Branchenmix und die Vielfalt von etablierten und neuen Marken untersucht. Es zeigte sich, dass ein möglichst breites Angebot am besten ankommt. Christoph Spengler, Chef von Accelerom, erklärt: «Viele Einkaufszentren sind in ihrem Angebot aber standardisiert, den Konsumenten fehlt die Abwechslung.» Neue Marken wie Palmers, Gant oder Game Stop würden dagegen zusätzliche Kunden anlocken.
 
Den besten Angebotsmix bietet gemäss Spenglers Ranking das Shopville-Rail City am Zürcher Hauptbahnhof. Die Betreiberin SBB sagt: «Wir versuchen, den Angebotsmix so zu gestalten, dass sich die Geschäfte gegenseitig Publikum zuführen und zu Spontankäufen verleiten.» So ist etwa beim Ausgang des Migros-Ladens ein Weingeschäft anzutreffen. In den kommenden Jahren wird Shopville-Rail City erweitert: Ab 2013 gibts 15 Prozent mehr Verkaufsfläche.
 
AUSGEBAUT WIRD auch bei der Nummer zwei in der Rangliste, dem Shoppi & Tivoli in Spreitenbach. Nächsten Monat werden 30 zusätzliche, eher kleinere Geschäfte eröffnet. Die aktuell tiefen Quadratmeterumsätze erklärt Robert Kaufmann vom Shoppi & Tivoli damit, dass Fachmärkte, Möbelgeschäfte und Warenhäuser weniger Umsatz pro Quadratmeter bringen als mit guten Marken besetzte Kleinflächen. «Wir haben viele dieser Grossflächen. Das werden wir ändern.»
 
Auch bei der Nummer drei, dem Einkaufszentrum Glatt, wird der Mietermix angepasst. Neu haben Marken wie Gant oder Swarovski Einzug gehalten. Die Konkurrenz durch das neue Zentrum Sihlcity spüre man nicht, erklärt Glatt-Chef Marcel Stoffel. «Unsere Umsätze liegen drei Prozent über Vorjahr. » Zufrieden ist man, trotz öffentlicher Klagen einiger Mieter, aber auch bei Sihlcity. «Wir schätzen, dass wir dieses Jahr 300 Millionen Franken umsetzen», sagt Sprecher Benny Brückner.
 
SIHLCITY WIRD DEN STATUS als jüngstes Shoppingcenter indessen nicht lange behalten können. Zurzeit sind 19 Zentren mit einer Verkaufsfläche von 410000 Quadratmetern im Bau. Am grössten sind das Westside in Bern mit der Migros als Trägerin und das in Basel geplante Stücki der Bauherrin Tivona.
 
Experten schätzen, dass die grossen Zentren ihr Publikum finden werden. Offen bleibt, ob die Kombination von Unterhaltung und Einkaufen, wie es sie im Sihlcity gibt, ein Erfolg wird. Detailhandelsspezialist Gotthard F. Wangler: «Es gibt null Synergien zwischen Unterhaltung und Einkaufen. Zudem sind in der Schweiz die nahen Innenstädte attraktiver als künstliche Erlebnisparks.»
 



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Das Shopville ist am attraktivsten


Herausgeber:
Sonntag, 7. Oktober 2007


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